Brömsehaus zu Lüneburg

Das nach seinem Bauherren benannte „Brömsehaus“ ist eines der ältesten erhaltenen Bürgerhäuser Lüneburgs, es wurde zwischen 1406 und 1426 errichtet.

Sowohl die Deckenmalereien im Hauptraum, als auch die im Jahre 1637 in einem Nebenraum zugefügten Stuckdecke mit biblischen Szenen sind aussergewöhnlich gut erhalten.

Heutiger Besitzer des Hauses ist die Deutschbaltische Kulturstiftung, die das Gebäude für eigene Zwecke nutzt und dort regelmäßig auch in Zusammenarbeit mit externen Veranstaltern Vorträge, Konzerte und Kunstausstellungen stattfinden lässt.

Beleuchtet wurde der Saal bislang fast ausschliesslich durch eine mittlerweile auch historische Stallaterne – für Konzerte und Ausstellungen mussten regelmäßig provisorische Lösungen gefunden werden, die wunderschöne historische Decke verschwand buchstäblich über Jahrhunderte im Dunkeln, siehe Bild 1.

Die Stallaterne spendet Dunkelheit

Die Stallaterne spendet Dunkelheit

Unsere Aufgabe bestand darin, in diesem denkmalgeschützten Kontext eine zeitgemäße Lichtlösung zu schaffen, die einerseits eine Allgemeinbeleuchtung für die große Diele schafft, andererseits aber auch für Konzerte gerichtetes Licht auf die Bühne „zaubert“ ohne dass die Lichtquellen im Raum bewusst wahrgenommen werden. Der Wunsch nach einer möglichst homogenen und trotz der Balkenlage weitgehend schattenfreien Ausleuchtung stellte weitere Hürden in der Lichtplanung und Leuchtenauswahl auf.

 

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Durch ausgeklügelte Reflektorgeometrie breite Lichtverteilung trotz relativ geringem Deckenabstand.

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Keine Blendung vom Balkon

Eine zusätzliche Schwierigkeit bestand zum einen in der aufgrund der Bausubstanz nur begrenzt möglichen Leitungsführung und Montagepositionen, als auch in den von den Balkonen möglichen Einblicken in die Leuchten (Gefahr der Blendung im Obergeschoss)

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Detail Deckenfluter

Bühnenbereich:

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Die Richtstrahler für die Bühne wurden vom Zuschauerraum verdeckt montiert – jeder Strahler einzeln dimmbar und exakt zu positionieren.

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In einem Nebenraum befindet sich ein weiteres Kleinod des Hauses – das sogenannte Reliefzimmer.

Hier befindet sich ein oben bereits erwähntes vollständig erhaltenes Deckenrelief aus dem Jahre 1637  das wir ebenfalls „ins rechte Licht“ rücken durften:

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Bauherr: Deutschbaltische Kulturstiftung, Lüneburg

Architekt: Heinz Meyer, meyer ARC, Lüneburg

Lichtplanung: Mense Licht Hamburg

eingesetzte Produkte:

viabizzuno quasi

viabizzuno tessera

viabizzuno C2 LED

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