Licht für den Leuchtturm

Eine sehr spannende Anfrage erreichte uns aus Norwegen – es ging um die Beleuchtung eines Leuchtturms…

Doch von Anfang an:

Direkt an der nordwestlichsten Spitze Norwegens befindet sich der Leuchtturm „Krakenes Fyr“ , lt. Wetterdaten des Norsk Hydrografisk Institut an der stürmischten Stelle der sicher nicht als besonders lieblich bekannten norwegischen Küste, das Nordmeer trifft hier erstmals auf Land.

Bis in die 1980er Jahre wurde der Leuchtturm noch von 2 Familien rund um die Uhr gewartet und betreut, der Leuchtturmwärter selbst bewohnte die Räume im Haupthaus, sein Gehilfe mit Familie in einem Nebengebäude in geschützter Lage ca. 100 m entfernt, verbunden durch einen unbefestigten Schotterweg direkt an der Felskante.
Nach dem Auszug des letzten Wärters wird das nautische Feuer per Fernwartung von Oslo bedient, das Ensemble stand einige Zeit leer.  Seit ein paar Jahren ist wieder Leben eingekehrt, in Haupt- und Nebengebäude wurden durch ein mutiges Paar einige Hotelzimmer für Gäste mit Sinn für das Aussergewöhnliche eingerichtet. Fernab städtischer Bebauung wird es hier abends richtig DUNKEL, eine Dunkelheit, die man in unserem lichtverschmutztem Mitteleuropa nicht mehr kennt. Selbst in bewölkter Nacht haben wir durch ein Restlicht zumindest noch Orientierung und Anhaltspunkte am Horizont. Hier nicht – es ist in sternenloser Nacht wirklich NICHTS zu sehen.

Hier kommt unsere Aufgabe ins Spiel:

Gewohnt wird wie oben beschrieben in Haupt- und Nebengebäude, zum Abendessen trifft man sich aber gern in der gemütlichen Wohnküche im Haupthaus. Der Hinweg oft noch im Hellen, nach ausgiebigen „Klönschnacks“ mit anderen weitgereisten Gästen findet der Rückweg aber meist nach Einbruch der Dunkelheit statt – und alle verfügbaren Taschenlampen sind immer im falschen Haus….

Von daher – eine Beleuchtung des Weges war gewünscht – dezent, nicht taghell, keine Irriation für Tiere oder die Schiffahrt, dem Ort angepasst. Und -bei der exponierten Lage manchmal erforderlich- unabhängig vom öffentlichen Netz, das gerade bei schlechter Witterung auch mal ausfallen kann.

Die Lösung haben wir mit kleinen, mittels spezieller Halter direkt am Fels befestigten LED-Lichtpunkten in Schutzart IP67 realisiert.
Ausgerüstet mit speziellen Optiken sind die Strahler in der Lage, ihr Lichtbündel ohne Streulichtverluste nur auf den Weg zu focussieren.
Mit einer Gesamtleistung der Anlage von weniger als 10W / 100 Meter ist der Stromverbrauch minimal und kann durch solargeladene Akkus über mehrere Nächte hinweg sichergestellt werden. Und die Gäste können unbesorgt feiern bis die Sonne wieder aufgeht…

Der Weg heim...

Der Weg heim…

Oft ist weniger einfach mehr und Licht sparsam eingesetzt auch bei niedrigen Beleuchtungsstärken ein Highlight.

Eingesetzte Leuchte: viabizzuno zero

Link: http://www.krakenesfyr.no/

PS: Übernachtungsanfragen leite ich gern weiter 😉

 

 

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